Schwanensee – Ballett in Berlin an der Deutschen Oper

Ich liebe die Ballettaufführungen des Staatsballettes Berlin – alles, was ich dort bisher gesehen habe, hat mich verzaubert! Auch dieses Mal wieder, denn ich war zu Gast bei „Schwanensee“, eines DER Ballettstücke schlechthin und ich weiß jetzt auch warum.

Wie ihr wisst, bin ich von Ballett sowieso immer total verzaubert, aber besonders Schwanensee wollte ich schon immer sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Nicht umsonst ist es DAS Ballett schlechthin und zu Recht. So viel Grazie, wie das Staatsballett in jeden Schritt legt, so wunderschön auch die Kostüme und die Musik. Wer die Geschicht hinter dem Stück noch nicht kennt, dem möchte ich kurz umreißen worum es geht:

Schwanensee © Carlos Quezada

Im ersten Akt wird die enge Bindung zwischen Prinz Siegfried und seiner Mutter, der jungen verwitweten Königin des Landes, thematisiert. Als der Prinz seinen 21. Geburtstag groß im Palast feiert, möchte er sich aus Übermacht seiner Mutter befreien. Auch der beste Freund von Siegfried, Benno von Sommerstein, kann diese Unabhängigkeit seine besten Freundes kaum erwarten, denn er hegt Gefühle für Siegfried, die über enge Freunde hinausgehen. Doch es läuft nicht so, wie Siegfried es sich vorgestellt hat, denn trotz des Gewehres und der Auszeichnung, die er erhalten hat, bleibt er wehmütig nach Ende des Festes zurück, denn er fühlt sich noch immer fremdbestimmt. Auf dem Fest tritt auch der Premierminister von Rotbart das erste Mal auf, der die Königin begleitet. Aufgrund seiner melachonischen Stimmung zieht sich Siegfried alleine an den See zurück und lässt Benno alleine jagen. Dort begegnet er der Schwanenprinzessin Odette, die ihm von dem bösen Zauber erzählt, der sie in der Schwanengestalt gefangen hält. Der Prinz spürt, dass nur sie diejenige sein kann, die ihn von der engen Beziehung zu seiner Mutter zu befreien vermag. Er schwört ihr ewige Treue, durch die allein Odette von ihrem Zauber befreit werden kann.

Im zweiten Akt werden wir Zeuge davon, wie Benno in Eifersucht der Königin von den Ereignissen zwischen Siegfried und der Schwanenprinzessin erzählt, was die Königin zutiefst beunruhigt, da sie glaubt, ihr Sohn entgleite ihr. Sie spinnt mit dem Premierminister eine Intrige, die sie auf einem Ball vollenden möchte. Dafür lädt sie neben Prinzessinnen aus verschiedenen Ländern, die als Braut für ihren Sohn in Frage kommen, auch Odile ein, die Tochter des Premierministers. Kurz bevor der Ball beginnt, hält die Königin vor dem unvollendeten Porträt ihres Sohnes inne und überlässt sich ihren Gedanken über das, was sie Prinz Siegfried antun wird.

Doch alle Prinzessinen lassen Siegfired kalt, er kann nur an die Schwanenprinzessin denken, doch er glaubt diese in Odette zu erkennen, woraufhin die Königin und von Rotbart ihn drängen, dem Trugbild ewige Treue zu schwören. Siegfired erkennt seinen folgenschweren Fehler, als die Gestalt des weißen Schwanes auftaucht. Siegfried hat dem schwarzen Schwan seine Treue geschworen und kehrt gezeichnet mit dem weißen Schwan an den See zurück. Der Zauber konnte also nicht gebrochen werden und es kommt noch schlimmer… Der Premierminister folgt Siegfried an den See, dem klar wird, dass dieser den bösen Zauber hält und es kommt zum Kampf, den von Rotbart nicht überlegt. Sich seiner Ausweglosigkeit bewusst sieht Siegfried keine andere Lösung mehr als sich selbst umzubringen.

Schwanensee © Carlos Quezada

Die Choreographie und Inszenierung stammt von Patrice Bart nach Marius Petipa und Lew Iwanow, das Bühnenbild und die Kostüme von Luisa Spinatelli und die musikalische Leitung hat Robert Reimer übernommen. In den Rollen der Odette und Odile tanzt Iana Salenko und Siegfried wird von Marian Walter getanzt.

(Beitragsbild: Schwanensee © Carlos Quezada)

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